ePub-eBooks erstellen mit Tango Solo

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Vor ein paar Wochen hatte ich ein kleines Interview mit Matthias Heubach, dem Geschäftsführer von App-machine.com in dem er sein Produkt, für 99 Euro eine Buch-App vorstellte. Toll Idee, nur muss ich erst 99 Euro investieren. Alternativen?

Die Tage, ich hatte die neuste c´t auf dem Sofa zur Hand, fand ich eine kleine Notiz zu einer Software mit dem Namen Tango (als Ex-Tänzer wird man sofort Aufmerksam) und las weiter: Mit einer Mac- / Windows-Software kann man ePub-Bücher und fertige Apps erstellen. Die „Solo“-Version soll nur 99 Euro kosten.

Auf der Website vom Hersteller fand ich den Link zur Demo-Version. Schnell eine Email an den Entwickler verfasst, mich vorgestellt usw. und um Erlaubnis zur Verwendung von selbstgemachten Screenshots für eine Review der Software gebeten. Sicher ist sicher. Ich habe an dieser Stelle als Blogger schon sehr unterschiedliche Antworten erhalten: Ingnoriert, an den Presseverteiler verwiesen usw. usf. Die Markstein Software GmbH schickte mir rasch eine Email und bot mir an die allerneuste Version als USB-Stick zuzusenden (die mit den im Artikel erwähnten neuen Funktionen) und ich sagte zu.

Drei Tage später, letzten Donnerstag, traf das kleine Päckchen ein. Danke!

Hier mein kleiner Erfahrungsbericht als ungeschulter Anwender der Software. Es gibt auch offizielle Workshops, wie “Digitale Magazine und Werbemittel auf dem iPad”, diese sprengen aber verständlicherweise den Rahmen meines Freizeit-Budgets für den privaten Blog. Sehts mir nach…

1. Dokument Anlegen

Die Installation ging direkt vom USB-Stick aus leicht von der Hand – sogar ohne dem Demo-Key. Ich musste nur den Laufwerkspad in der Verknüpfung anpassen und los gings. Zunächst bietet die Software an ein Dokument anzulegen.

Ich hatte ein kleines Déjà-vu von vor über 15 Jahren, als ich noch mit
einem s/w-Mac Layouts erstellt habe. Kinder, wie die Zeit vergeht!

2. Textrahmen positionieren

Danach habe ich ein Textrahmen aufgezogen…

3. Text einfließen lassen

Dann nahm ich einfach eines meiner letzten Interviews, mit Markus Heitz, und kopierte es in den Textrahmen hinein.

Beachte: Umbruchmarke in der unteren, rechten Ecke -> Roter Marker

Kurzer Klick mit der rechten Maustaste – “Automatischer Textfluß” – Ausführen – Schon hatte ich ein Dokument mit drei Seiten. Perfekt. Da ich sowieso nicht vorhatte ein anderes Format als ePub auszuprobieren im ersten Schritt, investierte ich keine Zeit an dieser Stelle in das Layout.

Rechts in der unten Bildecke sieht man die Seitenübersicht im gesonderten Fenster.

Kleiner Hinweis:

Ohne Lizenzschlüssel geht natürlich kein “Speichern” des Dokuments. Also kurz den Demo-Key via “?”-Menü (letzter Menüpunkt in der Leiste) einspielen. Und das Einspielen des Keys geht nur ohne Dokument…

4. Speichern und Exportieren als ePub

Das Dokument habe ich dann zur Sicherheit -im zweiten Anlauf- gespeichert und danach mir das Export-Menü (unter “Datei”) angeschaut.

Im folgenden Menü kurz den Marker für “Verkettungstexte” gesetzt und gespeichert. Dann noch das ePub-Formular ausfüllen:

Für die Menü-Reiter “Textnutzung” und “Struktur” fehlt mir noch
das KnowHow. Ich muss mich da einlesen.

Ein ePub-eBook hat ja ein kleines Titelbild…

5. Speichern – Fertig – Lesen?

Da ich vor einiger Zeit meinen Test zum Thema Adobe DRM-Bücher auf dem iPad verfasst hatte, ist die entsprechende Adobe DRM-Software auf meinem PC. Diese startete sofort nach dem OK-Button von Tango. Mein erstes ePub-eBook…

Den Weg eines eBooks auf mein iPad hatte ich in diesem Beitrag beschrieben: HowTo ePub: eBooks mit Adobe DRM lesen auf dem iPad – Ab der Seitenmitte “Übertragen des eBooks auf das iPad”.

Alternativen

Es gibt noch ein paar weitere Lösungen um ePubs zu erstellen. Hier drei Beiträge in anderen Blogs:

Weiter?

Die Tage versuche ich dann mit der Software eine eBook-App zu erstellen. Aber wenn ich das richtig sehe, braucht man dazu mehr als die “Solo”-Version -> “Solo-Professional”. Mein weiterer Rundflug durch sie Software zeigt auf jeden Fall ein solides DTP-Tool, was jeder, der seine Diplomarbeit z.B. nicht mit Word (oder LaTeX) erstellen möchte testen sollte.

Nachtrag / Email vom Hersteller zu meinem Blog-Beitrag:

“Die mit Tango erzeugten E-Books können direkt in den Apple BookStore iBooks eingestellt werden. Eine App ist dazu nicht nötig. Unsere Lösung für iPad-Apps ist für Digitale Magazine, also Zeitschriften, gedacht. Für Bücher eignet sie sich auch, wenn der Umfang nicht so groß ist. Allerdings ist hier der Aufwand erheblich höher und erfordert einige Konzeptarbeit.”

Über Magazine werde ich sicher auch in der nächsten Zeit einen Beitrag, oder 2, verfassen…

Veröffentlicht von

kreativekk.de

Im Einsatz: New iPad und iPhone 4S. Schwerpunkt: iPhone-Videofilmen und iPad-eBook-Lesen. Wer mag, folgt via Twitter, Google+, Youtube, oder RSS-Feed.

21 Kommentare Schreibe einen Kommentar

    • Tag Andy,

      vielen Dank für die Links. Ich folgte Tango schon via Twitter, nun auch via FB.

      Die 10 Gebote werde ich gesondert via Twitter bewerben: Sie gefallen mir!

      Ich komme auf das Angebot zu einer Tasse Tee in Bonn (Software-Vorführung zur App-Erstellung) zurück. ;)

      Gerd

  1. Dein Bericht war sehr interessant. 99 Euro sind ja nicht die Welt…
    (um die alten Zeiten mit dem 286er und Windows3.11 wieder zu erleben)
    Aber gibt es auch eine Vergütung, wenn jmd beim Apple Store meine Story kauft?
    Gutes Neues
    Detlev

  2. Hallo, ich arbeite als freier Redakteur für und mit tango Publishing :-)

    An einer Stelle bin ich besonderns hängen geblieben: “Da ich sowieso nicht vorhatte ein anderes Format als ePub auszuprobieren im ersten Schritt, investierte ich keine Zeit an dieser Stelle in das Layout.”

    Schade.
    Liegt doch gerade hier die Stärke von tango: Der Nutzer kann bei den Absatzformaten direkt die Formate für EPUB eingeben.
    Zum Beispiel Zeile (h1), so kann man Print/PDF und EPUB gleichzeitig machen.
    Bei wissenschaftlichen Werken würde ich, wegen den Fußnoten, trotzdem ein getrenntes EPUB anlegen. Diese kann der Gestalter dann per Hyperlink setzen.
    Super elegant!

    Liebe Grüße
    Jörg Heitzer

    • Hallo Jörg,

      vielen Dank für den Kommentar. Vielleicht spiele ich mal mit einem PDF herum. Mir ging es im ersten Schritt jedoch “nur” ums ePub, da ich hier im Blog bisher zu Magazinen wenig geschrieben habe.

      Herzliche Grüße aus Essen & melde Dich gern wieder,

      Gerd

  3. Hallo und vielen Dank für den Bericht über TANGO.
    Wir stellen unsere eBooks derzeit als .exe Dateien her (flipping eBook), würden sie aber gern auch in ePub veröffentlichen ohne auf das Design verzichten zu müssen.
    Hat jemand inzwischen Erfahrungen sammeln könne, wie Bilder u. Graphiken dargestellt werden können?
    Freundliche Grüße!

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