Kurzes Interview mit den Machern vom HTML 5-Magazin ASIDE
Zuerst bei iPhone-Blog, dann bei iPhone-Fan gelesen, dann bei MacNews.de. Alle schreiben über das HTML-5-eMagazin fürs iPad – teilweise… es wäre das erste HTML 5-Magazin für das iPad. Magaka (Mein Interview dazu vom 13. Februar C. Francesco zum HTML5-Magazin-Framework “Magaka”) ist schon seit einer Weile Online. Den Unterschied zeigen die Aside-Entwickler im kurzen Interview auf, welches leider wegen des großen Interesses an dem System ein wenig später an den Start gehen musste.
Ganz frisch auf Vimeo ein kurzes Interview von 3SAT zum ASIDE-Magazin
ASIDE-Trailer
Gerhard: Stellt Euch doch bitte meinen Lesern kurz vor.
Johannes: Wir sind Nico Engelhardt und Johannes Ippen, Designer aus Berlin. Bereits während des Studiums an der Design Akademie Berlin haben wir an einigen Projekten zusammengearbeitet, außerdem verbindet uns eine gemeinsame Passion für Hochglanzmagazine und neue Apple-Produkte, also lag das Thema für unser neuestes Baby quasi auf der Hand.
Gerhard: Wieso ein HTML5-Magazin?
Johannes: Die Idee entstand in der Anfangsphase des iPads. Die ersten Magazine im AppStore waren entweder riesengroß oder einfach nur verkleinerte PDF-Dateien der Druckausgabe. Außerdem durfte Apple entscheiden was publiziert wird und was nicht, was unserem Verständnis für Pressefreiheit zuwiderläuft. Also haben war überlegt: Hey, warum machen wir sowas eigentlich nicht im Browser und umgehen damit Zensur, PDF-Dateien und GigabyteApps. So kam es zu unserer Entscheidung ein HTML5-Magazin zu machen.
Gerhard: Ich kenne schon etwas länger ein HTML-5-Frameset für die eMag-Erstellung. Siehe Interview: C. Francesco zum HTML5-Magazin-Framework “Magaka”. Ein bekannter hat damit Versucht ein Magazin zu erstellen, scheiterte aber an der fehlenden Dokumentation. Wie “leicht” wird die Magazin-Erstellung mit Eurer Lösung?
Johannes: Magaka nutzt einen Ansatz, den wir bei ASIDE bewusst vermieden haben, das sogenannte Canvas-Element. Dabei werden alle Texte, Bilder und Layouts zu einem großen Bild zusammengerendert. Das Magazin wird so für Autoren und Designer schwerer pflegbar, Inhalte lassen sich nicht mehr einfach einfügen oder verändern.
Vorgerenderte Seiten nutzt auch das Adobe-Format FOLIO.
Siehe dazu meine FOLIO-Review.
Bei ASIDE handelt es sich um einzelne HTML-Seiten, die mit einem HTML-Editor bearbeitet und verändert werden können – das erleichtert den Autoren die Arbeit am Content ungemein.
Gerhard: Plant Ihr einen kostenpflichtigen eMag-Editior?
Johannes: Der ist in Planung. Zur Zeit sprechen wir mit Verlagen auf der ganzen Welt um herauszuinden, welche Art von Editor am meisten Sinn macht – eher eine Anbindung an eine bestehende Software oder etwas eigenständiges.
Außerdem wollen wir die ASIDE-Technologie auch auf andere Geräte bringen, etwa Android-Tablets oder Smartphones. An erster Stelle steht aber die Verbesserung der Performance, da lässt sich noch einiges rauskitzeln. Neue Features und Updates werden wir auf Twitter (@asidemagazine) und Facebook (fb.com/asidemag) ankündigen.
Weiteres Beispiel für Verlage und HTML5 – dieser (Buch-) Verlag
Interview: Viktor & Pettl, ein Verlag setzt auf HTML5-Apps
Im Magazin-Bereich ist das Laker-FrameWork
schon seit einer Weile am Markt.
Weitere Gedanken zu ASIDE hat Gerrit van Aaken aka praegnanz.de verfasst: Das Aside Magazin auf dem iPad … Er spricht in seiner Abschlußbemerkung auch die Performance-Probleme von HTML-5-Apps an, die via Browser ausgeliefert werden. Dazu dieses Demo-Video / Performance-Test von Birneblog.de zeigt die Geschwindigkeit, die natürlich bei iPad 1 und 2 verschieden sein könnte (Rechenleistung):
Ein weiteres, längeres Interview zu dem HTML5-eMagazin findet der interessierte Leser unter Aside Magazine app runs on any tablet, shows what developers can do with HTML5 bei poynter.org.
31/05/2011 @ 07:58
Moin,
das sieht richtig gut aus. Jetzt verstehe ich Dein Interesse an einem HTML 5 Thema.
WolfPAD
31/05/2011 @ 16:30
Hallo Wolfram,
Danke für Deinen Kommentar. Tatsächlich entstand das Interesse an der Zukunft des redaktionellen Publizierens, bevor ich mir ein iPad kaufte. Es führte sogar direkt zum Kauf.
Es gibt ja einige Redakteure, die über dieses Thema bloggen, aber wer aus Verkaufssicht? Stichwort: Werbeformen und Co.
Viele Grüße aus Essen nach Braunschweig,
Gerhard Schröder
01/06/2011 @ 10:47
Hallo Gerhard,
im Hinblick auf Deinen neuen Beitrag zu Minority Report, stellt sich die Frage, wann es das wegwerf Pad zum Zeitungslesen gibt. Bei einer Anwendung als Zeitungsersatz wäre ein leichteres oder sogar rollbares Pad sinnvoll.
http://wolfs-pad.de/wordpress/?p=529
Gruß
WolfPAD
01/06/2011 @ 10:50
Wozu soll ich mein iPad wegwerfen? Ich muss nicht wie bei einer Zeitung mehr zum Altpapiercontainer laufen. Das ist ein wenig zu sehr “alte Welt”
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20/06/2011 @ 14:57
Bei uns gibt es schon eine Weile das HTML5 ePaper, das als Pageflip / Blätterdokument aus einer PDF generiert wird.
Jetzt auch mit Offline-Funktion http://www.1000grad-epaper.de/web-app
20/06/2011 @ 15:27
Ja doch… Ich melde mich nun wegen der Review. Versprochen