Ein paar Gedanken zum Buchladen der Zukunft

Mein erstes Cross-Post:
Der Beitrag erschien im Blog der Buchmesse.

Durch einen Zufall fand ich den Blog Bachmichels und den Beitrag Der Supermarkt der Zukunft. Da startete mein “Kopfkino” und ich blickte auf einen letzten Buchladenbesuch zurück. Mal davon abgesehen, das ich nun seit Monaten mir kein neues Buch mehr gekauft habe (jedenfalls kein gedrucktes Buch!) stöbere ich immer wieder / immer noch gern durch einen Buchladen. Was führt mich in den Buchladen? Welches Bedürfnis konnte mir bisher ein Amazon-eMail-Newsletter (und Co.) als (e)Buchleser nicht erfüllen? Welche Erwartungshaltung habe ich an einen Buchladen der Zukunft?

Wer verschenkt schon eBooks?

Ich verschenke gern Bücher, zu Geburtstagen, als Gastgeschenke usw. usf. Ist mir lieber als der übliche Amazon.com-Gutschein oder die itunes-Geschenkkarte. Wenn ich nun aber dieses Werk als eBook verschenken möchte, stehe ich vor einem Problem. In welchem Buchladen kann ich ein eBook (für eine beliebige Reader-App auf meinem iPad oder einen anderen Reader) kaufen? Ich stehe vor einem herkömmlichen Buchregal, kann eine nette Dame an der Kasse fragen, doch es gibt keine Lösung für mein eBook-als-Geschenk-Problem.

Das Regal der Zukunft

Wo ist der QR-Code am Regal, der es dem iPhone-Besitzer erlaubt, den Code zu scannen und sofort auf seinem Handy das Buch via Buchladen-WLAN kostenlos herunterzuladen? An welcher Kasse kann ich mir einen Gutschein ausdrucken lassen, der es einem Freund erlaubt, den QR-Code vom Gutschein abzuscannen und so ein neues iBook auf dem iOS-Device zu lesen?

Surftipp: 
Unbedingt lesen sollten meine Blog-Leser den Bachmichels-Blog-Beitrag Qkies: wie alles begann - “eine Backmischung mit beiliegenden QR-Codes, aus der man mit wenig Aufwand ganz persönliche Kekse herstellen kann. Auf der Seite Qkies.de kann man einen beliebigen Text bis zu 250 Zeichen oder jede gewünschte Webseite mit dem QR Code verlinken und die Kekse so z.B. als ausgefallene Geburtstagseinladung, Liebesbotschaft oder Give away nutzen”.

Gezeichnet von Katrin Fechter für meinen Blog-Beitrag zum “Buchladen der Zukunft”

Mehr Ideen zum Thema QR-Code:
6 kreative QR Code Ideen bei AlexTroll.de

Kuschelecke für eBook-Freunde

Wo ist die Leseecke, in der ich gedruckte, bebilderte Leseproben neuer Bücher sehe, die mir einen direkten Kauf des entsprechenden eBooks erlauben? Klar, ich finde immer mehr Non-Press-Produkte im Buchladen, doch wo ist der echte eBook-Store, in dem ich neben dem gedruckten Buch wirklich bequem eBook-Shoppen gehen kann? Die bisherigen eBook-Webshops, die ich gefunden habe, sahen alle weniger nach “Stöbern als Lesevergnügen” aus, sondern mehr nach Amazon & Co. – oder wie eine reine x-beliebige eCommerce-Plattform. Der kleine eBuchladen an der Ecke fehlt mir noch…

eBook-Service 

Ich habe vor gut 20 Jahren den Buchversand TRANSGALAXIS kennengelernt, der eine wunderbare Abo-Funktion per Telefonbestellung anbot: Nenne einen Autor oder eine Roman-Serie und man erhält alle Neuerscheinungen per Post zugeschickt. Ohne weitere Diskussion. Das war damals ein wunderbarer Service, denn wer liest nicht gern die neusten Romane seines Lieblingsautors? Selbst als eine Serie den Verlag gewechselt hat, wurden mir ohne mit der Wimper zu zucken, die neuen Bänder vom neuen Verlag zugeschickt. Lediglich eine kleine Notiz auf dem Lieferschein begründete den verlagswechselbedingeten neuen Cover. Und als von einer Autorin ein Roman-Sammelband mit nur einer neuen Kurzgeschichte erschien wurde ich gefragt ob ich den Band kaufen möchte. Ich suche gerade einen solchen Service für eBooks. Fehlanzeige?

Wenn ich an den Supermarkt der Zukunft denke, scheint die Technik auf den Vormarsch zu sein. Wenn ich dagegen im Thalia um die Ecke (zum Beispiel CentrO Oberhausen) schaue, sehe ich mich immer weniger in den Buchläden. Und die Alternative Web-Shop lädt noch zu wenig zu Stöbern ein und bietet mir (noch) nicht den gewünschten Service. Leider.

Erst nachdem ich diesen Beitrag geschrieben hatte, fand ich bei Ansgar Warner den Beitrag E-Books aus dem Automaten: Lösung für den stationären Buchhandel? Ich würde eher sagen: Dann kann der Automat auch im Supermarkt der Zukunft stehen, oder im Shop-Bereich meiner Tankstelle in der Nähe. Ist dann die “letzte Hürde” des Buchladens gefallen?

Nachtrag: Der Audio Verlag führt QR-Codes auf allen Hörbüchern ein bei buchreport.de.

Veröffentlicht von

kreativekk.de

Im Einsatz: New iPad und iPhone 4S. Schwerpunkt: iPhone-Videofilmen und iPad-eBook-Lesen. Wer mag, folgt via Twitter, Google+, Youtube, oder RSS-Feed.

5 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Ich hoffe der Buchladen der Zukunft wird vor allem leichter durchsuchbarer. Jetzt ist es ja schon ein Gräuel. Wenn ich versuche Onlineshops mit dem klassischen Buchhandel zu vergleichen, verliert der Onlineshop ganz klar. Die Empfehlungsfunktionen sind echt schlecht, die Rezensionen haben meist wenig mit dem Buch zu tun… Schade. “User generated Empfehlungen” bringen da selten was vernünftiges und Verlage wollen nur verkaufen.

    Da muss dringend eine tolle Idee her!

    • Ich bin mit den bisherigen Lösungen auch nicht zufrieden. Das führte zum heutigen Beitragsthema. Und… ein Buch-Terminal im Supermarkt ist für mich kein Buchladen…

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