Path, Privacy & Paranoia
iPhone und Path: Social, Mobile und auch Local
Nachdem ich am letzten Freitag ein paar Gedanken zum SF-Thema Mobile Video-Überwachung verfasst habe, gehe ich heute noch einen Schritt weiter. Wir selbst geben genug Daten preis. Manchmal bewusst, dann ohne es zu Ahnen. Dann wieder weil wir es Wünschen.
Path
Vor rund zwei Wochen habe ich mir die App Path auf dem iPhone installiert. Einige Einladungen hatte ich zu dem Zeitpunkt schon erhalten. Ein Mobile Social Network für max. 150 Kontakte? Da wirft man einen Blick rein. Es soll ja im kleinen Kreis verbleiben.
Zur Einleitung in die Thematik Path hier der Video-Trailer des Entwickler-Teams:
Path – Introducing Path 2 from Path on Vimeo.
Wer noch ein Review zu der App sehen mag, hier das Path-Video von iTouchtester.
Eine gute Idee? Im Prinzip ja, würde Radio Eriwan sagen. Doch, allein der Glaube versetzt in dem Fall noch keine Berge. Das Verhalten der User ist nicht so wie ich es erwartet habe.
Ich finde die grundsätzliche Idee eines “Social Mobile Networks” ja Interessant, da aber gerade meine realen, engsten Kontakten viele Android-Smartphones nutzen, ergibt sich für mich einfach nicht der große Nutzen.
Dazu: Ich verbleibe schon bei Twitter bei “um 200″ Follower. Mehr Accounts (über 150!) schafft bei mir nur ein Gefühl von ich verpasse zu viel Tweets der Personen. Dann… sortiere ich wieder aus. Ein kleinerer Kreis als 150 wäre für mich dann vielleicht 30 Personen via Path. Personen, denen ich dann aber nicht mehr via Twitter / Facebook etc. folgen müsste?
PathHersteller: Path Inc.
Einen interessanten Beitrag zu Path habe ich bei RWW gefunden: Path, the Art of Keeping it Real.
Privacy
Was mich verwundert hatte: Das eine ganze Reihe Menschen Ihren Facebook-Account mit Path abgleichen lassen durch die Datenfreigabe. Also doch nur… ein Facebook-Client auf dem iPhone? Denn, wozu Path und den “kleinen Kreis” an engeren Kontakten, wenn dann doch “jeder” Kontakt wieder am privaten Geschehen teilhaben kann?
Wo ist dann der echte, private Kreis?
Paranoia
Aktuell taucht auch zu Path die Datenschutzfrage auf. Neben Pinnterest also noch ein Social Network, welches unsere Daten in einer Art und Weise nutzt, die den Nutzern so nicht kommuniziert wurde?
Ich kann ja verstehen, das die “kostenlosen” Social Networks mit unseren Daten eine Refinanzierung erreichen wollen. Die Frage ist, wie werden wir Nutzer darüber im Vorfeld informiert? Oder… wollen wir Informiert werden? (Stichwort gestrige Learntank-Veranstaltung, doch dazu in den nächsten Tagen mehr.)
Siehe zu dem Thema Datenschutz im Hyperland-Blog den Artikel Social Swarm: Sicher im sozialen Netzwerk, bei TNW Path 2 uploads your address book, but says it’s to ‘match friends’ and will be opt-in soon und Gut gemeinte Transparenz im Sinne des Nutzers? bei Lummerland.de.
Update 09.02.:
Path entschuldigt sich in deren Blog für die Adress-Sammlung. We are sorry.
