Mass Effect 3 – Transmedial – Oder: Wenn die Fans die Story bestimmen (Cross Plattform Gaming Teil 2)

Update: Andy Schneider hat einen langen und tollen Kommentar zum Beitrag verfasst und die Verbindung von Konsolenspiel und iPhone erklärt. Lesenswert (Link).

Am 08. Juni 2011 verfasste ich einen Blog-Beitrag zum Thema Cross-Plattform-Gaming. (Link) Als Erinnerungsstütze hier meine Grafik aus dem Beitrag:

Übersicht der MMORPGs mit Cross-Plattform-Gaming: EVE Online, World of Warcraft, World of Darkness und Guild Wars2

Am Montag sprach mich ein Bekannter via Facebook (Andy Schneider) auf den Cross-Plattform-Gaming-Bereich von Mass Effect 3 an. Dazu wollte ich ein paar Zeilen schreiben.

Mass Effect 3 – Ein Premium-Marken-Rollenspiel 

Das PC- und Konsolen-Rollenspiel gehört zu den erfolgreichsten Marken im Markt. Die Firma Bioware steht für Story-Drive(n)-Content. Kleines Wortspiel mit der Veranstaltung der Buchmesse FFM. ;) Gamona.de spricht von 3,5 Mio. Boxen, die schon in den ersten Tagen ausgeliefert wurden.

Eine komplexe Solo-Spielerhandlung, wie in einem interaktiven Buch, erlaubt es dem Spieler viele Stunden lang “die Welt von den bösen Ausserirdischen zu befreien”. Außerdem gibt es einen Multiplayer-Modus.

Mass Effect: DataPad

Zu dem Spiel gibt es seit ein paar Tagen auch eine iPad-App (Siehe MacNotes.de), mit der man auf dem iPhone oder iPad immer alle Daten zur Spielwelt zur Hand hat – und von seinen Handlungsträgern je nach eigenem Spielfortschritt weitere Hinweise erhalten kann.

Aus der App-Beschreibung:

  • Du erhältst in der App Nachrichten von Charakteren aus Mass Effect 3, nachdem du im Spiel mit ihnen interagiert hast. Wie viele Easter-Eggs kannst du freischalten?
  • Du erhältst brandaktuelle News über BioWare und das Mass Effect-Universum direkt auf dein Gerät.
  • Du kannst die Kodex-Einträge aus Mass Effect 1, 2 & 3 durchstöbern und mehr über die aufregende Story und die Charaktere erfahren, die das Mass Effect-Universum bevölkern.
  • Durch Antippen kannst du Schiffsflotten einsetzen, um deine Chancen im Kampf gegen die Reaper beim Einzelspieler-Modus von Mass Effect 3 zu verbessern. Beeinflusse die Bereitschaftswertung deiner Truppen direkt von deinem iOS-Gerät aus!
  • Peppe dein Gerät mit den neuesten Screenshots, Videos und Wallpapern von Mass Effect auf!

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Solo-Shooter für iPad und iPhone: Mass Effect: Infiltratior

Für Menschen wie mich, die keine Konsolen-Spieler sind und auch nicht am PC/Mac mehr spielen mögen (ausser ein MMORPG) gibt es einen Shooter für das iPad und iPhone:

Ich konnte mich, wie bei Modern Combat 3 (Mein Video-Review dazu) nicht wirklich für eine Shooter-Steuerung am iPad erwärmen und habe daher die App nur angespielt. Trotzdem Danke an EA für den Promo-Code. Ich werde mich bei Zeiten weiter um den Shooter kümmern. ;) 

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Wenn nun der eine oder andere Leser sich an meinen Dienstag-Beitrag zum Thema Buch-Autoren und App-Entwickler (Link) erinnert fühlt, dann mag das daran liegen, das der Spielemarkt wohl “weiter” ist als viele deutsche Buchverlage (und die meisten Buchautoren), oder?

Wenn Fans (vielleicht) den Ausgang einer Story bestimmen

Stichwort BUCH: Gab es dazu schon bei einem Buch, das das Ende einer Trilogie nicht den Lesern gefiel und in einer späteren Auflage das Ende angepasst wurde? Nein? Ja? So oder so, bei PhantaNews.de konnte ich von entsprechenden Beschwerden der Mass-Effect-3-Fans lesen.

Veröffentlicht von

kreativekk.de

Im Einsatz: New iPad und iPhone 4S. Schwerpunkt: iPhone-Videofilmen und iPad-eBook-Lesen. Wer mag, folgt via Twitter, Google+, Youtube, oder RSS-Feed.

4 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. “Schreiber”? ;)

    Das wirklich coole an der Sache ist jedoch, dass die einzelnen unterschiedlichen Apps miteinander interagieren.

    Zentraler Punkt von Mass Effect 3 ist die “Galaxy at War” – alle Rassen des Universums sind dem Untergang nahe und kämpfen gegen die Reaper-Invasion. In der Singleplayer Portion des Spiels, also dem eigentlichen Mass Effect Rollenspiel, knüpft man Allianzen, findet Ressourcen und macht eigentlich alles mögliche, um die Galaxie wehrhaft zu machen.

    Beispielsweise hört man von einer Forschungseinrichtung der Bad Guys, in der Artefakte untersucht werden. Man infiltriert die Einrichtung und stellt diese Artefakte sicher – das gibt wieder ein paar Punkte mehr für die Galaxy at War. Um diese Einrichtung zu sichern, werden danach einige Sondereinsatztruppen entsandt – der Hauptcharakter hat damit aber nix mehr zu tun.

    Damit endet der Singleplayer Teil. Jedoch gibt es noch Multiplayer! Die gleiche Forschungseinrichtung ist auch eine Multiplayer Map. Hier spielt man diese Sondereinsatztruppen, die diese Einrichtung sichern und beschützen müssen. Für jedes absolvierte Multiplayer Match bekommt man Punkte, die den allgemeinen Galaxy at War Bereitschaftslevel nach oben schrauben.

    In der Bahn schaut man mal in das Mass Effect Datapad auf dem iPad. Hier ist auch ein Minispiel, auf dem Level eines typischen Facebook-Games, in dem man Flotten zu Missionen schickt… auch hier sammelt man diese Bereitschaftspunkte.

    Und schlussendlich gibt es das iPad Shooter Spiel. Dort findet man in verschiedenen Missionen Informationen etc, die ins Hauptspiel transferiert werden und somit – richtig! – den Stand der galaktischen Bereitschaft heben.

    Irgendwann wird man das Singleplayer Spiel durchgespielt haben. Ein Ende bekommt man so oder so. Aber wie gut die Menschheit dabei abschneidet, wie die Galaxie nachdem die Reaper bezwungen wurden aussieht, das hängt maßgeblich davon ab, wie bereit die Galaxie für diesen Krieg war – also auf dem Galaxy at War Status.

    Übrigens: Spielt man nur und ausschließlich den Singleplayer Modus, so wird man nicht das beste Ending sehen können (was mich persönlich ziemlich annervt).

    Aber die Idee hinter diesem Zusammenspiel unterschiedlicher Plattformen finde ich äußerst spannend.

  2. Ich persönlich find die Übersicht gut, und auch, dass der Autor sich mit dem Thema beschäftigt, aber den Begriff transmedial nur bedingt zutreffend. Denn ich glaube nicht, dass man es hier mit tatsächlich vier Einzelmedien zu tun hat, vor allem Computer und Konsole ist eher nicht zu trennen und die Tablets/Smartphones dieser Welt sind am Ende des Tages auch nur Gaming-Konsolen. Deswegen ist das absolut nichts Neues. Immerhin gibt es ja schon länger Handhelds, und Überschneidungen, die manche Hersteller zwischen den Spielen auf, sagen wir PSP und PS2/3 oder N64/Gamecube/Wii und Game Boy und NDS/3DS produziert haben.

    Neu bei zum Beispiel DUST ist lediglich die Dimension, wie das Spiel auf der anderen Plattform in die Geschehnisse des anderen Spiels eingreift. Nur das könnte man ja z. B. auch auf “einer” einzigen Plattform realisieren.

    Echtes Transmedia gibt es meiner Meinung nach noch nicht so wirklich. Ankama aus Frankreich macht mit WAKFU und DOFUS erste Gehversuche, weil man zum Beispiel eine Serie im TV mit einem Videospiel verknüpft hat. Oder Nintendo hat mit seinem Handheld die Möglichkeit geschaffen, dass Spieler sich in der Realität bewegen und die Geräte Daten austauschen, wenn sich Besitzer begegnen, und so zufällige Spielinhalte generiert werden, was nicht passieren würde, wenn man das Gerät eben nur in den eigenen vier Wänden verwendet. Im Vorfeld der Veröffentlichung von Mass Effect 3 gab es eine Art Gewinnspiel, bei dem Gamer mit der Aufgabe betraut wurden, mittels GPS-Ortung ein Ziel zu finden. Das ist für mich auch eine Form von Transmedia.

    Als Randnotiz kann man noch Demos erwähnen, in denen man seinen Spielfortschritt in Form von Boni in die Vollversion übernehmen kann, oder auch Demos, in denen über Spiele hinweg Inhalte getauscht werden. Wie Rüstungen, die zwischen Mass Effect 3 und Kingdoms of Amalur: Reckoning über die Demos hinaus ausgetauscht wurden. Oder eben noch die Möglichkeit, dass man Charaktere aus echten Vorgängern im Nachfolger weiter benutzen kann. Das allerdings passt eher zu den Beispielen des Autors und ist für mich wiederum kein Transmedia, weil es sich alles mehr oder weniger innerhalb eines Mediums abspielt.

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