Auf eine Tasse Tee mit Richard Zinken: „Wer zahlt bestimmt.“

Ohne Tee, aber mit einem knackigen Spruch

Frankfurter Rundschau.
Financial Times Deutschland.
Mit und ohne iOS- oder Android-App.
Aus – Ende?

DIE ZEIT greift das Thema auf, sogar das Handelsblatt. „Zeitungssterben“. Oder stirbt nur „Papier“ als Trägermedium mehr oder weniger aus? Qualitätsjournalismus? Online-Bilderstrecken bis der Arzt kommt? Wohin geht die Reise? Wobei mir an der Stelle als Verlagsmensch (aus dem Anzeigenverkauf) das Medium, ob nun Papier, Web oder App zunächst völlig egal ist!

Martin Weigert von Netzwertig.com schreibt von einer anderen Seite der Medaillie: MARKEN WERDEN ZU MEDIEN: Wieso Konsumgüterhersteller Newsrooms betreiben könnten und Herr Knüwer greift das Thema Marken-Botschaft am Beispiel von Coca-Cola auf. Das Clue-Train-Manifest auf dem Vormarsch? Wer bestimmt WIE, was die Medien schreiben?

All diese Infos treffen in wenigen Tagen ein. Passend zu fiel mir ein Gespräch ein, das ich auf der Frankfurter Buchmesse mit Richard Zinken, Verlagsleiter Spektrum der Wissenschaft zu diesem Thema geführt habe. Nebenbei haben wir über das Thema „Fachverlage und Apps“ gesprochen.

Disclaimer: Wir kennen uns nun schon ein paar Jahre aus dem beruflichen Umfeld. Früher war ich auf Online-Vermarkterseite Product-Manager für Spektrum.de, später „konzipierte und verkaufte“ ich die Idee des Talking-Tree an den Kunden SIEMENS – mit Spektrum der Wissenschaft als dessen Medienpartner. Die digitalen Wege kreuzen sich immer wieder.

„Wer zahlt bestimmt.“

Dieses Gespräch führt man als Vermarkter immer wieder mit seinen Verlagskunden. Und je mehr ein Verlag vom Anzeigenumsätzen bestimmt wird… Daher bat ich Richard seine Haltung zu dem Thema zusammenzufassen für ein Video, das ich dann doch nicht im Rahmen meines dreiteiligen Video-Specials zur Buchmesse 2012 (Teil 1, 2 und 3) verwenden wollte.

Die Meldungen der letzten Tage liessen mich im Video-Archiv graben:

Video: Richard Zinken im Interview

Während jetzt gerade Verlage wie die TAZ eine Paywall einführen und andere Verlage darüber nachdenken, war dieser Schritt bei Spektrum.de schon im Jahr 2000/2001 vollzogen worden.

Ich hoffe die entsprechenden Verlage stellen sich diese Frage: Paywall – Was erwartet dann ein Leser? Was sollte dann an der Art wie wir Berichten ändern? Brauchen wir dann noch “Klick-Strecken bis der Arzt kommt” um möglichst viele Seitenabrufe zu erzielen für das IVW-Ranking und die Low-TKP-Banner? Oder: Wie wirkt sich so eine Umstellung auf die Lesegewohnheiten aus?

Und als iPad-eMagazin-Leser stellt sich mir die Grundsatz-Frage: Wie kann der Verlag mir zu einem günstigen Herstellungspreis ein tolles Produkt anbieten? Vielleicht ohne ein Print-Produkt als “Mutterschiff”?

Veröffentlicht von

kreativekk.de

Im Einsatz: New iPad und iPhone 4S. Schwerpunkt: iPhone-Videofilmen und iPad-eBook-Lesen. Wer mag, folgt via Twitter, Google+, Youtube, oder RSS-Feed.

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