Steffen Meier berichtete im Börsenblatt über die ProtoType 2012. Genauer: Er startet einen Rückblick auf die sieben Projektideen und was daraus geworden ist. Wir erinnern uns… Nach dem Motto: „Schluss mit reden, Zeit zu handeln!“ bringt protoTYPE Vor-, Quer- und Mitdenker der (Buch-)Branche zusammen. Mir fehlte damals schon in dem Satz der Blick über die eigene Branche hinaus. Wo sind die Leute aus der Musikbranche, die schon einige Schritte auf dem Weg geschafft haben – je nach Sichtweise. Wo sind die Technologieanbieter? Wo sind die Hacker, Querdenker, Branchenfremde…? Aber das ist sicher nur mein eigener Gedanken.
M@artha – Gegen eReader-ratlose Buchhändler
Zum Auftakt geht es im Börsenblatt um M@artha, der mit der Zeit gereiften Idee, das der Buchhandel in der Lage sein “müsste” bei einem verzweifelten Kunden, der mit seinem eReader in den guten, alten Buchladen kommt, technischen Support zum eReader zu geben. Bis auf Ausnahmen ist das wohl noch nicht der Fall. Ich hatte gehofft das die Projektgruppe Mittel via “ProtoType 2012″ an die Hand bekommt. Die Hoffnung der Projektgruppe ist / war es wohl, das aus der Idee ein StartUp entstehen könnte. Leider wurde mein heimlicher Wunsch auf ein Start-Budget für alle Ideen nicht erfüllt.
Der stationäre Buchhandel ist die eine Sache: Online-Ratgeber gesucht
Selbst im Internet sind Ratgeber für eReader-Freunde kaum am Start -> Erst recht nicht von der Buchbranche. Wieso ist mein alter Beitrag zum Thema HowTo eBook mit Adobe DRM auf dem iPad lesen (vom 30.11.2010) immer noch auf Platz 1 der Google-Suche? Der Artikel ist ein echter Klassiker und wird immer noch jeden Tag abgerufen. Gerade wieder zur Weihnachtszeit… als das iPad Mini herauskam. Ich habe sogar einen Verlag eine besser aufbereitete Version für deren Website angeboten. “Kein Interesse.” Wir lassen lieber den Kunden ALLEINE / Suchen?
Matchbox, Marktforschung für Verlage?
Aber vielleicht ist ja ein wenig Licht am Ende des ProtoType-Tunnels: Die Arbeitsgruppe MatchBox (aus den ProtoTYPE 2013, Details zur Idee) scheint eine Plattform zu entwickeln, die Autorenwerke ohne Verlag und potentielle Leser zusammenbringt. Wenn ich die Idee richtig verstehe, wird es eine Marktforschungsplattform. Wenn Lesern das Buch (?) gefällt wird ein Verlag die Rechte erwerben. Hört sich wie eine Crowdfunding-Plattform an, bei der am Ende nur die Verlage mitbieten auf das Manuskript, oder?
Wer mag, kann gern einen Kommentar zu meinen Gedanken verfassen oder mit mir beim BuchCamp über meine Gedanken zu den ProtoType-Ideen sprechen.

